BLRA stellt Weichen für die Zukunft.
— — PRESSEMITTEILUNG — —
Vom 16. bis 18. Oktober 2026 kam der Vorstand des Landesverbandes Aphasie Bayern (BLRA) in Nürnberg zu seiner dreitägigen Tagung zusammen, um richtungsweisende Weichen für die Verbandsarbeit zu stellen.
Ein besonderer Höhepunkt war der mehrstündige Besuch von Schirmherrin Kerstin Celina (Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen), verbunden mit einem gemeinsamen Fototermin am See. Im Mittelpunkt der Gespräche standen inhaltliche Themen und Öffentlichkeitsarbeit, um die gesellschaftliche Wahrnehmung von Aphasie zu verbessern. Gemeinsam soll eine breite Palette an Themen vorangebracht werden – etwa durch gezielte Medienarbeit, Social-Media-Aktionen, die Unterstützung einer Petition für ein Merkmal im Behindertenausweis sowie gemeinsame Auftritte bei den Würzburger Aphasietagen. „Ich freue mich sehr dabei zu helfen, ein so wichtiges Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Immerhin gibt es jedes Jahr viele Tausend Fälle von Schädel-/Hirn-Verletzungen von denen viele eine Aphasie entwickeln“, sagt Celina.
Zudem befasste sich der Vorstand intensiv mit der strategischen Zukunftsplanung für 2027 und die Jahre danach. Neben der Gründung einer Aphasiker-Veranstaltungs-gGmbH stehen die verstärkte Kooperation mit Logopädieschulen, Rehakliniken und Sponsoren auf der Agenda. Ergänzt wird das Jahresprogramm durch bewährte Veranstaltungen wie das Aphasie-Segeln, Fachseminare in Buchloe sowie Computerkurse. „Das sind nur einige der Themen, die der bayerische Landesverband im Laufe eines Jahres behandelt. Unsere Motivation liegt darin, das Leben von Aphasikern und ihren Angehörigen zu verbessern. Daher freuen wir uns sehr, dass Kerstin Celina uns mit ihrer Erfahrung nicht nur als Schirmherrin, sondern auch ganz praktisch und tatkräftig bei unseren Aufgaben unterstützt“, sagt der erste BLRA-Vorsitzende Thomas Loch.
Mit klaren Zielen, starker Vernetzung und großer Motivation blickt der Vorstand auf ein ertragreiches Wochenende zurück und startet zuversichtlich in die anstehende Umsetzung. „Unser gemeinsames Ziel ist es, frühzeitig die Weichen zu stellen, dass unsere Selbsthilfeorganisation weiter wachsen kann und in eine gesicherte Zukunft blickt“, ergänzt Loch.
Auf einen Blick
Kerstin Celina, Schirmherrin BLRA e.V.
Kerstin Celina, geboren 1968 in Würzburg, ist Diplom-Volkswirtin und seit 2013 Mitglied des Bayerischen Landtags für Bündnis 90/Die Grünen. Zuvor war sie unter anderem in der Berliner Landesverwaltung sowie bei der Bundesagentur für Arbeit tätig. In ihrer parla-mentarischen Arbeit befasst sie sich seit vielen Jahren intensiv mit sozial-, gesundheits- und gesellschaftspolitischen Themen. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf Inklu-sion, der Teilhabe von Menschen mit Behinderung, psychischer Gesundheit und der Unterstützung sozial benachteiligter Menschen. Auch außerhalb des Landtags engagiert sich Kerstin Celina in zahlreichen sozialen und gesellschaftlichen Organisationen. Sie ist unter anderem im Beirat des Landesverbands Bayern der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, im Kuratorium der Stiftung Obdachlosenhilfe Bayern sowie in Gremien von Caritas und IN VIA aktiv und engagiert sich zudem in der Freiwilligen Feuerwehr Kürnach. Durch ihre langjährige Erfahrung in Sozial-, Gesundheits- und Teilhabepolitik sowie ihre enge Vernetzung mit Verbänden, sozialen Einrichtungen und ehrenamtlichen Strukturen bringt Kerstin Celina besondere Expertise für die Anliegen von Menschen mit Behinderung, chronischen Erkrankungen und Unterstützungsbedarf mit.
—
Über den BLRA
Der Bayerische Landesverband zur Rehabilitation von Aphasikern e.V. (kurz BLRA) folgt dem satzungsgemäßen Ziel, das Leben von Aphasikern zu erleichtern. Um diesem Ziel näher zu kommen, müssen unter anderem unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Botschaften erreicht werden. Betroffene selbst sollen informiert und ermutigt werden Maßnahmen mit positiver Wirkung auf die Rehabilitation auch in Eigenregie im Alltag durchzuführen, – wie Sprechen und Lesen, Spazieren gehen, Austausch mit anderen Menschen und die Nutzung digitaler Medien.
Ehepartner, Kinder und Angehörige sollen umfangreich über das Wesen der Aphasie und Maßnahmen der Rehabilitation informiert werden, genauso wie Menschen, die beruflich mit Aphasikern Kontakt haben, wie Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten. Nicht zuletzt sind auch „zukünftige potenzielle Patienten“, sprich die gesunde Bevölkerung im Erwachsenenalter, Zielgruppe, um das Wissen über die Aphasie und den Umgang zu erweitern.
Organisiert sind die Mitglieder in regionalen Selbsthilfegruppen in denen Mitglieder und Nicht-Mitglieder gemeinsame Aktivitäten vielfältiger Art unternehmen. Der Vorstand besteht zum großen Teil aus direkt von der Aphasie betroffenen Ehrenamtlichen.
Kontakt
Thomas Loch Frank Jablonski
Zum Steingraben 5c Weg zur Zeller Waldspitze 16
95503 Hummeltal 97082 Würzburg
Tel.: 09201/95 041 Tel.: 0931/417 49 54
Mobil: 0151/176 90 26 Mobil: 0170/343 88 28
Mehr Informationen finden Sie auch im Internet unter https://aphasie-bayern.de.